Die VierzigerDie Darmstädter Kolonie am Llano River
Es gibt eine Episode aus der Darmstädter Geschichte, die heute in Darmstadt vergessen ist, die seinerzeit aber in aller Munde war, auch in solch prominenten wie Hoffmann von Fallerslebens und Alexander Büchners. Gleichzeitig wird aber eben dieser Episode ausgerechnet im fernen Texas bis heute gedacht, wurde einigen Protagonisten sogar Denkmäler gesetzt.
Freilich nicht wegen dieser Episode, die eher die Geschichte des katastrophalen Scheiterns von Träumern ist, sondern weil einige von ihnen zu bedeutenden Persönlichkeiten in Texas wurden. Gustav Schleicher zum Beispiel, einer der ersten deutschstämmigen Abgeordneten in Washington, nach dem heute in Texas ein County benannt ist. Oder Jakob Küchler, der während des amerikanischen Bürgerkriegs eine Gruppe deutschstämmiger Siedler nach Mexiko führen wollte und einer der wenigen Überlebenden des Massakers am Nueces River wurde. Vor allem aber Ferdinand Lindheimer und Ferdinand von Herff, der eine gilt heute als "Vater der texanischen Botanik", der andere als "Vater des texanischen Krankenhauswesens". Sie alle waren Teil der in Darmstadt gegründeten "Gesellschaft der Vierziger".
Eine revolutionäre Zeit
Es war in einer Zeit des Umbruchs, der utopischen Träumereien, der Nachwirkungen des Hambacher Fests und dem Zusammenbruch alter Ordnungen.
Es war die Zeit, in der sich junge Leute neuen Ideen zuwandten, nach einer neuen Identität suchten, nachdem das "Heilige Römische Reich Deutscher Nation" zerbrochen und man gerade in Hessen ständig hin und hergerissen war zwischen den Werten, die aus Frankreich hereindrangen, und jene, die von der wiedererstarkten Supermacht Preußen bestimmt waren. Es war die Zeit, in dem die Grundsteine unseres heutigen politischen Systems gelegt wurden.
Es war aber auch die Zeit der Auseinandersetzung mit der adligen Obrigkeiten, die nach wie vor den größten Teil an Macht und Ressourcen auf sich vereinte, auf der einen und den neuen Ideen von Demokratie, Nationalismus und Kommunismus auf der anderen Seite. Nur ein Jahr vor dem geschichtsträchtigen 1848 entschloss sich im Umfeld studentischer Burschenschaften eine Gruppe Darmstädter, alles hinter sich zu lassen und im fernen Amerika eine neue Welt zu schaffen, ein kommunistisches Utopia.
Die Vierziger
Sie nannten sich "Die Gesellschaft der Vierziger", wobei der Begriff Vierziger wohl nicht - wie man meinen könnte - damit zu tun hatte, dass sie in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts aufbrachen, sondern eher damit, dass es sich um etwa 40 Personen gehandelt hatte. Dabei wurde die Zahl 40 wohl als Idealzahl angesehen, tatsächlich wurde die Zahl wohl zu keinem Zeitpunkt erreicht, sondern blieb immer leicht darunter.
Aber auch ein religiöser Bezug des Namens wäre denkbar. Die Zahl 40 taucht in der Bibel auffällig häufig auf, so regnete es beispielsweise bei der Sintflut vierzig Tage lang, Jesus verbrachte vierzig Tage in der Wüste, Moses blieb vierzig Tage auf dem Berg Sinai und der Zug ins Gelobte Land dauerte vierzig Jahre. Auch die Fastenzeit beträgt vierzig Tage. Die Zahl 40 beschreibt in der Bibel also häufig einen Zeitraum, der als Übergang zu einer veränderten, üblicherweise "besseren" Lebenswelt gedeutet werden kann.
Und tatsächlich wird Texas von Hermann Spiess, einem der führenden Köpfe der Vierziger, einmal als das "Land, in dem Milch und Honig fließt", also als das Gelobte Land bezeichnet. Und Dr. Ernst Grosse, der beim Hambacher Fest als Redner aufgetreten war und im Auftrag des Mainzer Adelsverein die Verhandlungen mit den Vierzigern leitete, schrieb nach der entscheidenden Sitzung der Vierziger, in der die Auswanderung nach Texas beschlossen wurde, von der "Versammlung der 40 der heiligen Schaar". Zudem sind die Parallelen der Amerika-Auswanderung mit dem biblischen Exodus offensichtlich.
Dieser religiöse Aspekt der Namensgebung wurde bisher meines Wissens völlig übersehen.
Die Planungen beginnenDer "harte Kern" der Auswander hatte sich bereits während ihrer Studentenzeit in Gießen kennengelernt. Sie waren in derselben Burschenschaft und hingen liberalen Ideen an. Schon damals entstanden wildromantische Träumereien vom gemeinsamen Auswandern nach Amerika. Konkret wurden diese jedoch erst mehrere Jahre später, nachdem Hermann Spiess im Herbst 1846 von einer anderthalbjährigen Reise durch Amerika zurückkehrte, seine alten Freunde mit abenteuerlichen Geschichten von den unerschlossen, leeren Weiten des amerikanischen Kontinents begeisterte und ihm im dichtbesiedelten und politisch unflexiblen Großherzogtum Hessen, wo ihm kaum mehr als eine öde Beamtenlaufbahn bevorstand, sehr schnell die Decke auf den Kopf kam. Die ohnehin vorhandene Sehnsucht nach Amerika wurde durch Spiess' Reise ins Unendliche verstärkt und brachte den über die Jahre hinweg eher zäh voranschreitenden Plänen der Auswanderung den entscheidenden Auftrieb.
Wie es damals in der Gruppe zuging, beschreibt Alexander Büchner, der Bruder Georg Büchners, der einigen Treffen der Vierziger beiwohnte. Demnach traf man sich nahezu täglich im Hotel Ritter in der Darmstädter Rheinstraße, studierte Karten und diskutierte leidenschaftlich über die Notwendigkeiten der Reise. Die meiste Zeit verbrachte man aber mit Grog trinken, so dass die Abende üblicherweise damit endeten, dass die Auswanderer bäuchlings, vom Alkohol betäubt dalagen und sich nicht mehr rührten. Saufen schien eine der Grundvoraussetzungen für ein Leben im "freien Westen" zu sein, stellte Büchner spottend fest und zeigte daher auch in der Folge keinerlei weiteres Interesse an dem Unternehmen.
Die Gruppe war ideologisch wie viele Studenten damals von liberalen, nationalistischen, vor allem aber kommunistischen und sozialistischen Ideen geprägt, deren antiaristokratische Ablehnung des herrschenden politischen Systems am besten in der 1847 von dem Vierziger Friedrich Schenck verfassten Fabel "Der Herr und seine Vögel" zum Ausdruck kommt. Darin ordnet Schenck die einzelnen gesellschaftlichen Gruppen in den deutschen Ländern Vogelarten zu. So müssen z.B. die Spatzen (sie stehen für die Arbeiterschaft) das Futter für die anderen Vögel heranschaffen, während sie selbst im Elend leben. Die Kanarienvögel dagegen, die Schenck ironisch in gelbe, wohlgelbe, hochgelbe und hochwohlgelbe unterscheidet, werden von kleinauf dazu angehalten, das Lied nach der Orgelpfeife ihres Herrn zu singen. Dann aber hat einer der Kanarienvögel eines Nachts einen Traum, der ihn dazu bringt, seinen Käfig aufzubrechen, seine Jugendfreunde aus ihren Käfigen zu befreien und mit ihnen zusammen in einem fernen Land jenseits des Meeres ein wohliges Nest zu bauen. Anschließend kehrt er zurück und veranlasst auch noch die Bräute, Verwandte und Freunde ihm in den schönen großen Garten zu folgen.
Schenck beschreibt damit nicht nur allegorisch den Plan der Gruppe, zuerst im kleinen Rahmen auszuwandern und, nachdem man in Amerika eine Siedlung etabliert hat, die Liebsten aus der Heimat nachzuholen, er offenbart auch das elitäre Denken, das vielen sozialistischen Intellektuellen damals eigen war. Denn nicht die ausgebeuteten Spatzen sind es, die in ferne Welten aufbrechen, sondern die eigentlich privilegierten Kanarienvögel. Diese Idee, dass eine elitäre Gruppe sozialistischer Denker die stumpfsinnige proletarische Masse zu deren eigenen Wohl führen muss, weil diese sich von selbst niemals gegen die Unterdrückung erheben wird, findet man noch für mehr als hundert Jahre bei linken Denkern jeglicher Couleur von Lenin auf der einen Seite bis George Orwell auf der anderen, ja selbst noch bei den 68er-Studenten.
In diesem Zusammenhang mag am Rande auf das Jahr 1847, in dem die Darmstädter auswanderten, hingewiesen werden. Dieses Jahr ging in die irische Geschichte als "Black 47" ein, der Höhepunkt der großen Hungersnot, die das Land durch Tod und Auswanderung regelrecht entvölkerte. Dies macht deutlich, welch Kuriosum die Darmstädter Auswanderer darstellten. Die meisten, allein aus Irland sicherlich weit über eine Million, zog es aus purer Not nach Amerika, die nicht mal vierzig Darmstädter - zumindest der innere Führungskern - waren schlicht gelangweilt von ihrer Beamtenkarriere und wollten eine studentische Träumerei ausleben. Der AdelsvereinTrotz der offensichtlichen Ablehnung des herrschenden Systems ließen sich die Vierziger durch den "Verein zum Schutz deutscher Einwanderer in Texas" fördern, ein Verein gebildet aus Mitgliedern des Hochadels, die zum Teil eng miteinander verwandt waren. Dieser besaß Siedlungsland in Texas.
Die Mitglieder des Adelsvereins waren von dieser Zusammenarbeit mit den als kommunistisch geltenden Vierzigern keineswegs begeistert, doch der Adelsverein stand mit dem Rücken an der Wand. Denn das erworbene Land in Texas war an die Bedingung einer baldigen Besiedlung geknüpft, ansonsten würde das Land zurück an den Staat Texas fallen. Zwar brachte der Adelsverein in wenigen Jahren mehr als 7.000 Menschen nach Texas, doch es gelang nicht, diese in die vorgesehenen Gebiete zu bringen, so dass sie sich an wenigen, eigentlich nur als Brückenkopf gedachten Orten konzentrierten und darauf warteten, in das eigentliche Siedlungsland gebracht zu werden. Die Lage dort war katastrophal, die finanziellen Mittel des Vereins wurden knapp, die Siedler waren kurz davor zu revoltieren und die beengte Lage (zum Teil lebten die Siedler in dieser Zeit in Zelten) ließ immer wieder Seuchen ausbrechen, denen insgesamt mehr als 1.000 Menschen zum Opfer fiel.
Als der Adelsverein an die Darmstädter herantrat, war dies daher eher eine Verzweiflungstat, was auch dazu führte, dass man den Vierzigern so viele vertragliche Rechte einräumte, dass sich die bereits in Texas befindlichen Siedler zurecht übervorteilt fühlten und so die angedachte Vorbildfunktion der Vierziger schon von vorne herein nicht entstehen konnte.
Auf der anderen Seite offenbarte sich aber auch eine gewisse Hilflosigkeit der Darmstädter. Denn nicht nur, dass der Adelsverein ideologisch eigentlich von den Vierziger hätte abgelehnt werden müssen, ihnen war auch die katastrophale Lage in Texas durchaus bekannt. Der Adelsverein stand seit langem unter massiver öffentlicher Kritik, vor allem in der der Gedankenwelt der Vierziger nahestehenden liberalen Presse. Dass die Vierziger dennoch mit ihm paktierten, dürfte wohl bedeuten, dass sie niemals in der Lage gewesen wären, das Unternehmen auf andere Weise zu finanzieren.
Dass aber die Vierziger gar nicht so kommunistisch und liberal waren, wie sie selbst gerne behaupteten, zeigt sich auch an der Art und Weise wie das Siedlungsziel Texas durchgesetzt wurde. Die beiden Anführer der Truppe Hermann Spiess und Ferdinand von Herff teilten den übrigen Mitgliedern der Gesellschaft erst bei einer Versammlung am 2. Februar 1847 mit, dass es statt nach - wie ursprünglich geplant - Wisconsin nun nach Texas gehen sollte. Nach heftigem Streit stimmten immerhin acht Mitglieder gegen diesen Plan, auch wenn sie sich der Mehrheitsmeinung zunächst unterwarfen. Zwei von ihnen sprangen jedoch noch vor Reisebeginn ab und wanderten unabhängig von den Vierzigern nach Amerika aus. Zumindest einer von ihnen ging nach Illinois, wo aus Dietzenbach stammende Siedler bereits ein kleines Örtchen mit dem Namen Darmstadt gegründet hatten, das heute noch existiert.
Dass hier eine Entscheidung "von oben" durchgedrückt wurde, ist offensichtlich und das genaue Gegenteil der kommunistischen/sozialistischen Ideenwelt, der die Vierziger angeblich anhingen. 36 Vierziger brechen auf... plus eine HaushaltshilfeDie Struktur der schließlich aufbrechenden Gruppe war zweigeteilt: der innere Kern bestand aus zehn jungen Leuten, die sich alle aus ihrer Studienzeit kannten. Sie gehörten derselben Studentenverbindung an. Dem gegenüber standen eine Reihe Handwerker, die sich im Gegensatz zum inneren Kern eher aus der Not als aus einem Ideal heraus dem Unternehmen angeschlossen hatten sowie einige keiner Gruppe zuortenbare Einzelpersonen wie der noch minderjährige Louis Reinhard.
Tatsächlich waren die Handwerker in der Gruppe überwiegend recht kurzfristig für das Unternehmen geworben worden und dürften in erster Linie aus der Not der Arbeitslosigkeit heraus auf den Zug gesprungen sein, während der innere Kern schon seit der gemeinsamen Studentenzeit von der Auswanderung träumte. Die Führer der Gruppe bestanden daher auch ausnahmslos aus jenem inneren Kern, keiner der später geworbenen Handwerker hatte faktisch etwas zu sagen oder zu entscheiden.
Diese Struktur folgt - ähnlich wie Schencks Fabel - wieder auffällig späteren sozialistischen/kommunistischen Strukturen mit einer Gruppe "Denker und Lenker" an der Spitze und einer Gruppe "Arbeiter", für die die Lenker glaubten "mitdenken" und vor allem Entscheidungen treffen zu müssen. Die Konflikte waren mit dieser Struktur schon vorprogrammiert.
Weiterhin fällt auf, dass verhältnismäßig wenig Teilnehmer der Reise einem Beruf nachgingen, der in der Wildnis wirklich von Nutzen sein konnte. Buchhändler, Apotheker und auch ein Jurist war dabei. Es ist wenig verwunderlich, dass diese vor Ort wenig nützliches beitragen konnten und mehr oder minder sinnlos herumsaßen, was wiederum zu Konflikten führen sollte.
Fazit ist also, dass das Unternehmen schon von vorne herein äußerst schlecht geplant war.
Die Liste derer, die letztendlich zusammen aufbrachen, ist nicht mit vollständiger Sicherheit zu rekonstruieren. An der Peripherie der Gruppe gab es sowohl in der Vorbereitung als auch während der Reise selbst immer wieder Zu- und Abgänge. Und die Angaben der Teilnehmer sowie in Zeitungen veröffentlichte Listen widersprechen sich. Nach Hartmut Heidemann gehörten im April 1847 (dem Aufbruch der Hauptgruppe in Darmstadt) folgende Personen der Gesellschaft der Vierziger an:
1. Otto Amelung, Ökonom aus Darmstadt
2. Heinrich Backofen, Instrumentenmacher aus Darmstadt (1804-1872)
3. Peter Bub, Landwirt aus Heppenheim (?-1848)
4. Adam Deichert, Schmied aus Kronau
5. Christoph Flach, Hüttenverwalter aus Michelstadt (1826-nach 1894)
6. Wilhelm Friedrich, Kameralist aus Griedel (?-1864)
7. Georg Gerlach, Sattler aus Darmstadt
8. Adolf Hahn, Kadett aus Darmstadt (ca.1825-1848)
9. Dr. Ferdinand von Herff, Arzt aus Darmstadt (1820-1912)
10. Christian Hesse, stud.cam. aus Darmstadt (1825-1893)
11. Johannes Hörner, Zimmermann aus Heppenheim (1830-1917)
12. Louis Kappelhoff, Zimmermann aus Hamburg
13. Dr. jur. Heinrich Kattmann, Jurist aus Frankfurt (1815-nach 1875)
14. Adam Koeppel, Apotheker aus Wörrstadt (1801-1849)
15. Jakob Küchler, Kameralist aus Schöllenbach (1823-1893)
16. August Lerch, Architekt aus Darmstadt (?-1866)
17. Friedrich Louis, Forstkandidat aus Eulbach (?-1860)
18. Friedrich Christian Michel, Küfer und Bierbrauer aus Babenhausen
19. Franz Mördes, stud. jur. aus Mannheim (1822-1866)
20. Eduart Müller, Ökonom aus Staaden (?-1906)
21. Peter Neff, Zimmermann aus Heppenheim
22. Philipp Neff, Metzger aus Heppenheim
23. Jakob Obert, Landwirt aus Sulzbach (?-nach 1894)
24. Louis Reinhard, Gärtner aus Darmstadt (?-nach 1899)
25. Friedrich Schenck, Förster aus Darmstadt (1820-1875)
26. Gustav Schleicher, Ingenieur aus Damrstadt (1823-1879)
27. Theodor Schleuning, stud. jur. aus Darmstadt (1826-1894)
28. Leopold Schulz, Buchhändler aus Darmstadt
29. Anton Schunk, Instrumentenmacher aus Darmstadt
30. Hermann Spiess, Forstkandidat aus Sprendlingen (1818-1878)
31. August Strauß, Maschinist aus Darmstadt (ca.1819-?)
32. Adam Vogt, Forstkandidat aus Lehrbach (ca.1822-1883)
33. Julius Wagner, Ökonom aus Aglasterhausen (ca.1817-1903)
34. Karl Wund, Ökonom aus Laudenbach
35. Franz Zentner, Gerber aus Heppenheim
36. Philipp Zöller, Zimmermann aus Darmstadt (?-nach 1894)
Außerdem befand sich noch eine ältere Dame namens Julie Herf als Haushaltshilfe in der Reisegruppe, die offiziell nicht der "Gesellschaft der Vierziger" angehörte und die keiner der Vierziger in ihren Briefen an die Heimat auch nur ein einziges Mal erwähnt. Dennoch muss sie die meiste Zeit bei den Auswanderern gewesen sein und die feinen Herren bekocht haben.
Aufbruch
Der Aufbruch der Vierziger war vielbeachtet. Hoffmann von Fallersleben schrieb den Auswandern zu Ehren ein Abschiedsgedicht, das die Aufbruchstimmung einfangen sollte, dann aber doch nur von Deutschland schwärmte. Eines der vielen widersinnigen Elemente der Auswanderwelle war auch, dass man glaubte, in der Ferne die deutsche Kultur und die deutsche Volkstümlichkeit besser erhalten zu können als in der Heimat. So machte sich abgesehen von Ferdinand von Herff auch keiner der Auswanderer die Mühe, die englische Sprache zu lernen.
Die Überfahrt über den Atlantik verzögerte sich zwar aus verschiedenen Gründen und litt unter schlechten Winden, verlief aber sonst problemlos. Zufällig kam man am 04. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag in dem erst etwa eineinhalb Jahre zuvor Teil der USA gewordenen Texas an. Die Feierlichkeiten nach der langen und eintönigen Überfahrt muss die Euphorie und die Vorstellung, ein "Gelobtes Land" erreicht zu haben, unter den Vierzigern enorm verstärkt haben.
Diese Euphorie hielt auch noch für einige Zeit an und half unzweifelhaft dabei, die bevorstehenden Strapazen der Reise ins Landesinnere zu überstehen. Diese Reise erwies sich als äußerst abenteuerlich.
Galveston
Zunächst verzögerte sich die Reise erneut, da das für die Weiterfahrt vorgesehene Schiff, das man schon zu beladen begonnen hatte, von der amerikanischen Marine requiriert wurde. Irgendwann während dieses dadurch erzwungenen längeren Aufenthalts in Galveston mussten zwei Personen die Gemeinschaft verlassen. Sie wurden vom Rest der Truppe ausgeschlossen. Die Gründe hierfür sind unklar. Allerdings lässt sich aus einem weiteren, sich in Galveston ereignenden Ausschluss erahnen, dass schon nichtige Gründe zu solch einem Rauswurf führen konnte. So schloss von Herff einen Teilnehmer aus, nur weil dieser in angetrunkenem Zustand in einem Wirtshaus gesagt haben soll, dass er "keine 5 Cents mehr auf die ganze Geschichte" gäbe. Zum ersten Mal trat hier von Herffs autokratischer Führungsstil, der in eklatantem Widerspruch zu seinen liberalen und kommunistischen Idealen stand, deutlich zutage. Gleichzeitig konnten in Galveston jedoch auch drei neue Mitglieder geworben werden.
Am 18. Juli konnte man endlich (mit einem anderen Schiff) weiterreisen, doch schon in der darauffolgenden Nacht lief man auf eine Sandbank auf. Dies war wenig überraschend, denn die Besatzung samt Kapitän war vollkommen betrunken. Als sie sich ihrer misslichen Lage bewusst wurden, versuchten sie stiften zu gehen. Von Herff hielt sie mit gezogener Pistolen davon ab.
Man hätte nun denken können, dass die Mannschaft sich für die nur wenige Tage dauernde Überfahrt zum texanischen Festland etwas zusammenreißen würde, doch nahe der Matagorda Bay liefen sie erneut auf eine Sandbank, bei dem ein Leck am Rumpf entstand. Während der Zimmermann Louis Kappelhof das Leck notdürftig reparierte, übernahm ein nicht zu den Vierzigern gehörender Mitreisende kurzerhand das Steuer und brachte das Schiff ans sichere Ufer. Bezeichnent ist, dass ausgerechnet jener Louis Kappelhof, der mit seinem beherzten Einsatz am Leck die ganze Unternehmung rettete, eine von drei Personen war, die einige Tage später wegen angeblich "schlechtem Betragens" aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurden.
Marsch ins LandesinnereBereits fünf Tage später machte man sich mit Hilfe von vierzehn, von Maultieren gezogenen Gespannen auf den Weg ins Landesinnere.
Es war Hochsommer und quälend heiß, so dass man meistens nur während der Dämmerung reiste und tagsüber ruhte. Trotz der Strapazen und einiger Krankheitsfälle, darunter auch Malaria, schienen die Auswanderer guter Stimmung gewesen zu sein, es wurde viel gesungen und von Texas in den höchsten Tönen geschwärmt. Ob allerdings der Spott, den der Instrumentenmacher Heinrich Backofen ertragen musste, nachdem er sich ein Reitpferd gekauft hatte, um nicht mehr laufen zu müssen, noch kameradschaftliches Necken war oder Ausdruck eines weiteren Konfliktherdes, ist schwer zu sagen. Fest steht, dass Backofen, der mit 43 Jahren der Zweitälteste der Gruppe war, sich unter den jungen Leuten sichtlich unwohl fühlte.
In mehreren Gruppen erreichte man in der Zeit vom 8. bis 10. August das zwischen San Antonio und Austin liegende Neu Braunfels (heute New Braunfels). Dort konnte man dank des vorausgereisten Hermann Spiess eine Farm errichten, quasi als Stützpunkt. Spiess selbst war durch eine Reihe undurchsichtiger Zufälle mittlerweile die Karriereleiter heraufgefallen und zum Generalkommissar des Adelsvereins in Texas geworden, obwohl dies von Seiten des Adelsvereins wohl keineswegs gewünscht war. Nachdem aber der amtsmüde, vormalige Generalkommissar aufgrund einer Fehlinterpretation zweier in Spiess' Besitz befindlicher Briefe ihm bereits die Geschäfte übergeben hatte, bestätigte der Adelsverein dies kurz darauf, wohl um Konflikte mit den Vierzigern zu vermeiden. Man hoffte im Gegenteil offenbar sogar darauf, dass Spiess bei den zu erwartenden Konflikten zwischen den Vierzigern und den anderen Siedlern vermittelnd einwirken könnte, da er als einer der Anführer und Entscheidungsträger der Vierziger nun auch für die anderen Siedler verantwortlich war. Die Überlegung ging jedoch nicht auf, denn Spiess nutzte seinen Machtgewinn dazu, die Vierziger noch weiter zu bevorzugen, was den schwelenden Konflikt mit den übrigen Siedlern erst richtig zum kochen brachte.
Aber auch innerhalb der Gruppe brachen nun, da man in Neu Braunfels einige Zeit verbringen musste, Konflikte aus. Vor allem die kommunistischen Vorstellungen des inneren Kreis sorgten für Unmut, so dass man sich nach langen, teils heftigen Diskussionen auf einen Komprimiss einigte, der die Hälfte des Siedlungsgebiets anteilig zum Privateigentum der einzelnen Mitglieder bestimmte, nur die andere Hälfte wurde Gemeineigentum im kommunistischen Sinne.
Trotzdem konnte dies den weiteren Zersetzungsprozess der Gemeinschaft nicht stoppen. Der Jurist Heinrich Kattmann kam mit von Herffs autokratischen Führungsstil nicht länger zurecht und verließ die Vierziger. Außerdem verließ einer der dreien, die in Galveston zu der Gruppe gestoßen waren, hier bereits wieder die Gemeinschaft. Zwei Zugänge füllten diese Verluste wieder teilweise auf.
Indianer und die Siedlung am LlanoIn Neu Braunfels trafen sie zum ersten Mal auf Indianer, genauer einer Delegation der Comanchen mit denen sie erste freundschaftliche Beziehungen knüpften. Unter den Indianern war auch Emil von Kriewitz, der als Agent der Kolonialisten den kürzlich mit den Comanchen abgeschlossenen Friedensvertrag ausgehandelt hatte. Kriewitz steckte offensichtlich in Schwierigkeiten. Er war als Indianer verkleidet und weigerte sich mit den Darmstädtern zu sprechen. Statt dessen schob er ihnen einen Zettel zu, in dem er erklärte, dass er tatsächlich Emil von Kriewitz sei, im Moment jedoch nicht mit ihnen reden konnte. Auf dem Rückweg zum Indianercamp konnte er entkommen und versteckte sich drei Tage in Neu Braunfels, während die Indianer nach ihm suchten. Die Darmstädter verrieten ihn nicht und zum Dank führte er sie zum Llano River, dem designierten Siedlungsgebiet der Gruppe. Dort gründeten sie nahe der Einmündung des Elm Creek in den Llano River die Siedlung "Bettina", benannt nach Bettina von Arnim. Der Name setzte sich aber außerhalb der Vierziger kaum durch. Die übrigen deutschen Siedler in Texas sprachen prosaisch von der "Darmstädter Kolonie am Llano".
Anders als es ihnen von Herff bei der Ankunft in Galveston versprochen hatte, standen noch keine Blockhütten oder auch nur irgendeine Art von Unterkunft. Von Herff und Spiess hatten versucht, schwarze Sklaven für den Aufbau dieser Hütten zu bekommen, doch die Sklavenhalter weigerten sich ihre Sklaven in Indianergebiet zu schicken. Daran änderte auch der im Mai 1847 geschlossene Friedensvertrag mit den Comanchen nichts. Die Vierziger mussten nun alles selbst aufbauen, wozu kaum einer von ihnen ausgebildet war (die meisten Handwerker hatte man im Verlauf der Reise rausgeworfen). So gelang es ihnen lediglich, eine kleine Gemeinschaftshütte sowie eine kleine Küche und einen Vorratsschuppen zu errichten. Außerdem errichteten sie eine kleine Windmühle, die sie, in Einzelteile zerlegt, aus Europa den weiten Weg bis zum Llano River mitgeschleppt hatten. Sie selbst mussten jedoch in Zelten schlafen. Erst einige Zeit später konnten sie noch zwei weitere Hütten errichten, die aber auch kaum ausreichend waren, um für alle Obdach zu bieten.
Wohl auch aufgrund dieser katastrophalen Zustände bat Heinrich Backofen, nach Neu Braunfels zurückkehren zu dürfen, wo drei oder vier zurückgeblieben waren, um die dortige Farm aufzubauen. Aber auch dort hielt es ihn nicht mehr lange und er kehrte bald darauf enttäuscht und verbittert nach Darmstadt zurück.
Die übrigen der Vierziger sahen die Unternehmung entgegen aller Realität als vollen Erfolg, lobten den Zusammenhalt und waren offensichtlich völlig berauscht an dem abenteuerlichen Leben, das sie nun führten und das in der Heimat niemals möglich gewesen wäre. Tatsächlich wäre die Gemeinschaft in der Wildnis elendig verhungert, wären sie nicht durch den Adelsverein von Neu Braunfels und Friedrichsburg aus versorgt worden.
Die Beziehung zu den Indianern entwickelte sich dagegen überraschend herzlich. Besonders für die Studentenlieder, die die Vierziger immer wieder sangen, zeigten die Comanchen reges Interesse. Vor allem das Lied "Es steht ein Wirtshaus an dem Rhein", so berichtet von Herff, sei von den Indianern begeistert aufgenommen worden. Das überrascht etwas, denkt man an die rhythmusbetonte Musik der amerikanischen Ureinwohner, während die Deutschen eher traditionell Rhythmuskrüppel sind. Aber vielleicht war es die Skurillität der Performance, die die Comanchen faszinierte, denn das Lied wurde vorgetragen "mit obligater Picoloflöte, Trompete und 12 Kroppendeckeln nebst Gießkanne".
Konflikte mit den insgesamt sieben Ureinwohner-Stämmen, mit denen die Vierziger in Kontakt traten, gab es praktisch keine. Vor allem die Comanchen schienen ihrerseits sehr bemüht zu sein, ein gutes Verhältnis zu den deutschen Siedlern zu erhalten. Als es bei einem Besuch der Comanchen in Bettina zu Diebstählen kam, brachten die Indianer die gestohlene Ware am nächsten Tag verlegen zurück mit der Behauptung, ihre Frauen hätten dies entgegen ihres ausdrücklichen Willens mitgehen lassen.
Das gute Verhältnis beruhte aber auch auf Gegenseitigkeit. Der Arzt Ferdinand von Herff behandelte immer wieder kranke Ureinwohner, berühmt wurde er später auch wegen einer Star-Operation, die er bei einem Comanchen durchgeführt hatte. Das zeugt von dem hohen gegenseitigen Vertrauen. Dass er zum Dank ein geraubtes Mexikanermädchen geschenkt bekam, zeugt dagegen eher von den rauen Sitten, die damals in diesem Gebiet herrschten. Amüsant an dem Verhältnis zwischen den Comanchen und den Darmstädtern ist dagegen, dass die Ureinwohner die deutschen Siedler anhand ihres Bartwuchses erkannten.
NiedergangDer Niedergang des Unternehmens begann im Winter 1847/48. Für die meisten Siedler gab es nun in Bettina nicht mehr zu tun, als auf die Ernte im Sommer zu warten. Nur acht Leute hielten die Stellung. Die anderen kehrten nach Neu Braunfels zurück, doch auch auf der dortigen "Darmstädter Farm" gab es wenig zu tun und so traten nach und nach immer mehr Mitglieder aus der Gemeinschaft aus und suchten ihr Glück anderswo.
Hermann Spiess hatte dagegen juristische Schwierigkeiten und musste zeitweise sogar untertauchen, wodurch auch er beim Aufbau der Siedlung endgültig ausfiel. Hintergrund war eine Auseinandersetzung mit dem zwielichtigen Abenteurer Friedrich Armand Strubberg. Dieser hatte sich zusammen mit einigen Helfershelfern im Oktober 1847 die Farm Nassau angeeignet. Die Farm war eigentlich im Besitz des Adelsverein und so sah sich Spiess als Generalkommissar genötigt, einzugreifen.
Was er dann aber im Morgengrauen des 29. Oktobers 1847 veranstaltete, hatte Züge eines Wildweststreifens. Mit einer Handvoll zusammengetrommelter Männer, darunter auch der Darmstädter August Lerch, versuchte er die Farm im Handstreich zu nehmen. Es kam zu einer wilden Schießerei und am Ende war auf jeder Seite jeweils ein Todesopfer zu beklagen. August Lerch wurde verhaftet, Spiess konnte sich dank seiner Beziehung einer unmittelbaren Verhaftung zwar entziehen, musste aber wie erwähnt zeitweise untertauchen und war ansonsten hauptsächlich mit den juristischen Folgen seiner Selbstjustiz beschäftigt. Damit war zum ersten Mal einer der Führer der Vierziger faktisch ausgeschaltet. Da er zudem als seinen stellvertretenden Generalkommissar in seiner Abwesenheit meist den Vierziger Gustav Schleicher heranzog, fiel auch dieser zeitweise für die Siedlungstätigkeiten aus.
Endgültig aufgegeben wurde die Siedlung dann im Spätsommer 1848, also genau in der Zeit, da die vertraglich zugesicherte Versorgung der Siedlung durch den Adelsverein endete. Dieser war auch in so großen finanziellen Schwierigkeiten, dass er an einer Verlängerung dieses Vertrages keinerlei Interesse hatte. Nach der ersten Ernte wurde zudem klar, dass der ausgewählte Siedlungsort für den Ackerbau äußerst ungeeignet war. Die noch vorhandenen Mitglieder der Vierziger zogen sich zunächst auf die Darmstädter Farm in Neu Braunfels zurück. Von dort aus plante man das Unternehmen an anderem Ort erneut zu versuchen. Von Herff gar kehrte nach Darmstadt zurück, um neue Auswanderer zu werben, sprach gar von einem "Aufbruch des deutschen Proletariats nach Texas". Doch kaum einer interessierte sich für seinen Aufruf und während seiner Abwesenheit zerfiel die Darmstädter Gruppe in Neu Braunfels und zerstreute sich in alle Winde.
Zunächst versuchten sich einige im kleineren Rahmen erneut an den Aufbau einer Siedlung. Diese Farm ging später in der neu gegründeten Stadt Boerne auf, die heute noch existiert. Einige weitere siedelten im näheren Umkreis.
Was wurde aus den Vierzigern?Nur von einigen Mitgliedern der Vierziger kennen wir das weitere Schicksal nach der Aufgabe von Bettina und der Darmstädter Farm in Neu Braunfels. Peter Bub starb am 21. August 1848 am Gelbfieber, Adolf Hahn am 17. Oktober 1848 an Typhus. Knapp ein Jahr später erkrankte Adam Koeppel erneut an Malaria, von der er sich diesmal nicht wieder erholte. Friedrich Louis wurde 1860 in einer Kneipe von einem betrunkenen Iren erschossen. Bedenkt man eine zu Beginn gemachte Erwähnung, mag man dieses grausame Ende fast symbolisch auffassen: Der Ire, vielleicht infolge der großen Hungersnot zur gleichen Zeit ausgewandert wie die Darmstädter, als die Realität in Amerika, an der die schwärmerischen Träume der Vierziger scheiterten. Für den Iren ging es aber auch nicht gut aus. Er wurde von einem aufgebrachten Mob gelyncht.
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll Otto Amelung in Arizona mitsamt seiner Familie von Indianern getötet worden sein. Wilhelm Friedrich wurde Vorsteher einer Munitionsfabrik in San Antonio und kam 1864 bei einer Explosion ums Leben. Hermann Spiess' politische Karriere war nach dem Nassau Farm Zwischenfall am Ende. Er gründete eine Familie und zog 1867 nach Missouri, wo er 1878 starb. Jakob Küchler arbeitete im Vermessungswesen und scheiterte 1862 beim Versuch, mit einer Gruppe Deutsche während des Amerikanischen Bürgerkriegs aus Texas nach Mexiko zu fliehen. Er war einer der Überlebenden des heute als Kriegsverbrechen gewerteten Massakers am Nueces River. Er starb 1893 im Alter von 70 Jahren.
Gustav Schleicher startete eine erfolgreiche politische Karriere und schaffte es bis zum Abgeordneten im amerikanischen Kongress. Ein County in Texas wurde nach ihm benannt. Er starb am 10. Januar 1879, kurz nach seiner Wiederwahl, in seinem Büro in Washington D.C.
Dr. Ferdinand von Herff wurde ein berühmter Arzt und Chirurg. Er trug entscheidend zum Aufbau des Krankenhauswesens in Texas bei. In Boerne, wo er eine Farm besaß, wurde ihm in Form eines Obelisken ein Denkmal gesetzt. Er starb 1912 im gesegneten Alter von 92 Jahren.
Jörg Heléne, August 2009
Zu den Quellen: Die meisten Informationen stammen aus dem hervorragenden recherchierten Aufsatz von Hartmut Heinemann: "Wo der Stern im blauen Felde eine neue Welt verkündet", veröffentlicht in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde, Neue Folge 52. Band 1994, S. 283-352. Jedem, der sich für das Thema interessiert, sei diese Arbeit wärmstens empfohlen. Darüber hinaus empfiehlt sich der Bericht von Louis Reinhardt, den dieser am Ende seines Lebens über die Ereignisse gab. Dieser ist im Internet abrufbar: http://www.tshaonline.org/publications/journals/shq/online/v003/n1/article_4.html Einige interessante Informationen, die jedoch zu großen Teilen auf Heinemanns Aufsatz beruhen, finden sich auch in "German pioneers on the American frontier: the Wagners in Texas and Illinois" von Andreas Reichstein
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