Prolog



Von einem Berg aus blickten wir hinunter in ein braches Land. Dieses Land, das einst unsere Heimat war, lag nun in Ruinen. Ruinen, die nie wieder auferstehen sollten.

Einst lag dort das Paradies, doch dann zogen dunkle Wolken auf, die unheilvoll Tag und Nacht über dem Land lagen. Wir warteten darauf, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zugrunde gehen würden, doch der Regen der Erlösung blieb aus. Nur diese undurchdringlichen Wolken, die für alle Ewigkeit über diesem Land hängen sollten, die einem verwelkten Baum höhnisch spotteten, da er kämpfte und verlor, doch immer noch einen Ast nach oben hielt wie eine drohende Faust.

Ein paar Gebäude standen noch, doch sie waren leer und kalt, zerfressen von der Ewigkeit. Diese Bauten, die nur eine fahle Spiegelung ihrer Selbst waren, verteidigten, was ihnen gehörte, verteidigten ihr innerstes Wesen, doch die Wolken waren zu mächtig.

Das Ende kommt schneller als man denkt. Schleichend wie ein Dieb in der Nacht nimmt es dir alles, was dir etwas bedeutet, zerreißt es und wirft dir dann die Brocken hin, die du verzweifelt wieder aufhebst, an einen Tisch trägst und versuchst zusammenzusetzen.

Am Ende bleibt dir dann nichts mehr außer der Hoffnung. Der Hoffnung, dass du irgendwo in dieser unendlich großen Welt eine Flamme entzündet hast. Eine Flamme, die nie wieder verlischt. Eine Flamme, die mahnt von deinem Schicksal. Eine Flamme der Ewigkeit.

Dies ist die Geschichte von Dycamart.


Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1