Teil 20: Irischer Whiskey


In der Midleton Destillery

Am nächsten Tag passieren wir Cork und fahren bis nach Midleton. Eingang zur Midleton Destille Es nieselt heute immer mal wieder und es ist meistens bedeckt. Es regnet aber nicht mehr ganze Ozeane vom Himmel.

In Midleton ist die Midleton Destillery. Hier werden aus ökonomischen Gründen die meisten irischen Whiskey heutzutage hergestellt. Die bekannten Marken wie Jameson, Paddy, Powers, Tullamore Dew, werden alle hier hergestellt. Einzige Ausnahme ist Bushmills, der in Nordirland hergestellt wird. Alle anderen Whiskeys in Massenproduktion gibt's hier. Allerdings wird er hier nur hergestellt, gelagert wird er immer noch überall im Land.

Wir machen eine interessante Führung mit (geleitet von einer englischsprechenden Holländerin) und am Ende gibt's einen Gratis-Jameson für alle. Vorher dürfen sich aber noch zwei von der Besuchergruppe als Whiskey-Tester profilieren. Einer davon ist Jochen.

Jochen als Whiskey-Tester

Jochen als Whiskey-Tester 6 Whiskeys darf er testen: Jameson, Bushmills, Paddy, Powers, Johnny Walker Red Label (als Vergleichsbeispiel mit einem schottischen) und Jim Beam (als Vergleich mit einem amerikanischen). Beim Jim Beam verzieht Jochen so sehr das Gesicht, dass man ihm den Ekel ansieht.

Es ist nicht so, dass er ihm nicht schmecken würde, er findet nur, dass es das furchtbarste Glas Whiskey ist, das er je getrunken hat.

Jochen hätte die Jim Beam-Fernsehwerbung, die vor einigen Jahren mal im deutschen Fernsehen lief, auch spielen können. Man erinnere sich: ein Mann kam in eine Bar und bestellte einen Jim Beam und meint dann kurz: "Das ist kein Jim Beam". Darauf der Slogan: "Nichts ist wie Jim Beam". Jochen hätte das auch gekonnt, allerdings in einer Variante: "Wenn es schmeckt, ist es kein Jim Beam". Er trinkt ihn nicht mal aus.

Ein Wort über irischen Whiskey

Später trinken wir dann noch einen Midleton Very Rare, 9,- Euro pro Glas, aber ein ganz fantastischer Whiskey, vielleicht der beste der Welt. Irischer Whiskey Dennoch, eine Flasche kostet 120,- Euro, das ist uns dann doch zuviel.

Überhaupt sollte man bei einem Irland-Urlaub keinen Whiskey kaufen, es sei denn, man trinkt ihn noch, bevor man zurückkehrt. So absurd es auch erscheinen mag, aber der Whiskey in Irland ist teurer als in Deutschland. Discount-Whiskey ist im Schnitt 7-8 Euro teurer, besserer wie z.B. der erwähnte Midleton Very Rare ist Deutschland schon für 100,- Euro zu bekommen, 20,- Euro günstiger als am Ort der Herstellung!

Was man aber nicht verpassen sollte, ist Whiskey zu kaufen, der außerhalb Irlands nicht zu bekommen ist. Besondere Empfehlung ist dabei der Jameson 12 Years Destillery Reserve. Diesen Blend aus mindestens 12 Jahre alten Whiskeys wird nur in der Midleton Destille verkauft. Auch sonst ist er nirgendwo in Irland zu bekommen. Und der Preis von immerhin 42,- Euro ist er auf jeden Fall wert.

Absolut fahrtaugliche Weiterfahrt

Magischer Sonnenuntergang Etwas in Schlangenlinien fahren wir zum nächsten Campingplatz bei einer Bucht nahe Youghal. Neben einem kleinen Hügel mit mehr als 1 Meter hohem Gras, was Micko sehr gut gefällt, ist die Bucht sagenhaft. Hier kann man Ebbe und Flut in einer absoluten Extremität erleben. Erst ist da ein riesiger See, in dem man ohne Problem ertrinken könnte und dann ist da in einem Radius von bestimmt einem Kilometer nichts außer der feste, weißen Oberfläche des Meeresbodens, der sich in der untergehenden Sonne auf geradezu magische Weise spiegelt. Absolut faszinierend.

< Zurück
Weiter >